Ök. Begegnungs Café Bickolo e.V.

Ökumenische Begegnungsstätte – ein freundlicher Treffpunkt im Westend

P1090487Hier finden Sie nette Menschen, ein gutes Frühstück, Beratung und Hilfe in einem kleinen Cafe am Clemens-Hastrich-Platz mitten im Stadtteil. Schauen Sie rein, wir freuen uns!

Öffnungszeiten

  • Frühstück
    Mo, Di + Do, Fr   9 – 13 Uhr

2_BickoloAdresse

Clemens-Hastrich-Str. 11
50827 Köln
Tel: 0221 / 595 26 25

Leiterin des Café

Sozialpädagogin Gudrun Alles
Telefon 0221- 595 26 25,  leitung@bickolo.de

Homepage

Das Cafe hat auch eine eigene Seite im Internet, schauen Sie mal rein unter www.bickolo.de

Regelmäßige Angebote

Kleiderkammer 
Di, Do + Fr 9 – 13 Uhr, Annahme und Verkauf

Seniorenclub
Do 13 – 16.30 Uhr, kostenlos

Kindergruppe
Do 17- 18.30 Uhr, kostenlos, für Kinder ab 8 Jahre

Vorleseprojekt für Kinder
Mi 16 – 17 Uhr, kostenlos

Sozial- und Erziehungsberatung
Di + Fr. 10 – 13 Uhr oder nach Vereinbarung

Hilfe in Krisen und Notlagen
Di, Do + Fr  nach Vereinbarung

 

 Rückblick Rheinenergie Projekt:
„Starke Familien – starker Stadtteil“

Vier Jahre lang wurde das Projekt „Starke Familien – starker Stadtteil“ in Köln Bickendorf von der Ökumenischen Begegnungsstätte Cafe Bickolo e.V. durchgeführt. Ziel waren die Familienbildung, Beratung sowie die Vernetzung im Stadtteil. Durch das Projekt konnten sehr viele Familien mit den unterschiedlichsten Angeboten erreicht und gestärkt werden.

„Das tut mir gut!“

In diesem partizipativen Gesundheitsprojekt, gefördert durch die Caritas-Stiftung Köln und den Katholischen Ehe- und Familienfond, wurde gemeinsam mit Familien das Thema „Gesundheit“ in den Blick genommen. Neben den klassischen Themen wie gesunde Ernährung, Entspannung und Bewegung spielte hier jedoch nicht nur die körperliche Gesundheit eine Rolle, sondern auch die psychische Gesundheit und die Stärkung für Menschen mit hohen Belastungen wie Alleinerziehende, kinderreiche Familien oder Familien mit Migrationshintergrund.

 

Das ABC des BICKOLO

 

B wie Begegnung

Täglich begegnen sich Menschen aus dem Viertel Westend bei uns im Café Bickolo. Altbekannte und fremde Menschen nutzen das gastronomische Angebot wie z.B. Frühstück oder Mittagessen, treffen Nachbarn, suchen und finden soziale Kontakte oder besuchen unsere Kleiderkammer. Unsere solidarischen Preise ermöglichen vor allem Menschen mit geringem Einkommen das Angebot des Cafés zu nutzen. Besondere Aktionen oder Veranstaltungen sprechen unterschiedliche Menschen an und regen zu Austausch, Kommunikation und Auseinandersetzung zu bestimmten Themen an.

I wie Information

Das Café Bickolo ist im Viertel ein kleines Informationszentrum. Hier bündeln sich Infos zu Angeboten, Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten meist sozialer oder kirchlicher Veranstalter, aber auch private Angebote, Gesuche und Tauschbörsen. Wer nicht weiter weiß kommt im Bickolo fragen, besonders bei bürokratischen Fragen. Drei Computer im Café sorgen für weltweite Infos und Kommunikation, die Internetnutzung ist kostenlos.

C wie Christlich

Die Trägerschaft des Bickolo besteht aus dem ökumenischen Verein Cafe Bickolo e.V. Der Vorstand hat je zwei Mitglieder aus der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde. Die Arbeit des Cafes und des Trägervereins basiert auf einem christlichen Menschenbild, es werden regelmäßig christliche Feste und Feiertage gefeiert. Vor Ort im Cafe wird ein gutes Verhältnis und ein reger Austausch mit muslimischen und andersgläubigen Mitbürgern im Viertel gepflegt.

K wie Kooperation und Vernetzung

Wir kooperieren mit vielen Einrichtungen und Partnern in Köln Ehrenfeld und auch darüber hinaus. Wir beteiligen uns aktiv an der Arbeit im Viertel Westend und in seinem Arbeitskreis. Nur gemeinsam können wir unsere Angebote im Viertel optimieren und sinnvoll ergänzen.

O wie Offen

Das Café zeichnet sich durch seinen sozialen Charakter und seine Offenheit aus. Jede/r ist willkommen, und niemand soll auf Grund von Herkunft, Religion, Behinderung, Alter o.ä. ausgeschlossen werden. Jeder und jede erhält die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu beteiligen und die Arbeit des Cafés aktiv mitzugestalten.
Die soziale Beratung und die Gruppenangebote sind für alle zugänglich. Der soziale Zusammenhalt innerhalb des festen Besucherkerns bietet auch Fremden die Möglichkeit, sich in ein aktives sozialen Netzwerks zu integrieren.

L wie Lage

Das Café ist in der Clemens–Hastrich-Str. 11 in Köln Bickendorf-Westend, welches am Stadtrand im Kölner Nordwesten liegt. Das Westend gilt als sogenannter sozialer Brennpunkt. Im Viertel leben viele Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sowie von wirtschaftlicher und sozialer Armut bedroht sind. Es gibt einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund. Unseriöse Medienberichte tragen zur Stigmatisierung des Viertels und seiner Bewohner/innen bei. Mit unserer gemeinwesenorientierten Arbeit begleiten und fördern wir die Initiative Einzelner und von Gruppen. Durch gemeinsam gestaltete Feste und Aktionen, begleitet durch gute Öffentlichkeitsarbeit, fördern wir ein friedliches Zusammenleben und die Aufwertung des Viertels.

O wie Optimistisch

Trotz der oft schwierigen Lebenssituation vieler Besucher und Besucherinnen ist es unser Ziel, im Café optimistisch zu bleiben und einen Schonraum zu geben, wo Alltagsproblem mal vergessen werden können. Durch professionelle Sozialarbeit und Beratung, Zusammenhalt und gemeinsames Handeln versuchen wir Probleme zu lösen, Selbständigkeit zu fördern und präventiv zu arbeiten.

Text: Anne Walkenbach

 

Geschichte

Anfang der 90er Jahre plante die Wohnungsbaugesellschaft GAG, Sozialwohnungen für ca 1500 weitere Bewohner im Westend zu bauen. Dies war der Impuls für die evangelische Kirchengemeinde Bickendorf, als Gemeinde vor Ort präsent zu sein.

Im Herbst 1993 wurde der Pastor im Sonderdienst Stefan Schmidtlein von der Gemeinde für dieses Projekt eingestellt. Er gründete mit einer Gruppe Ehrenamtlicher das ökumenische Kirchencafé Bickolo, das im Spätsommer 1994 die ersten Gäste in einem Ladenlokal des nun fertig gestellten neuen Wohnabschnittes willkommen hieß.

Ziel war es, eine Begegnungsstätte zu schaffen, die Raum bietet für Nachbarschaftshilfe, Gemeinwesenarbeit, Beratung, kulturelle und spirituelle Angebote oder einfach für eine günstige, leckere Tasse Kaffee mit netten Menschen.

Bickolo 5Photo:
Uta Walger und Torsten Sommerfeld vor dem Cafe im Sommer 1999
Nach dem Ausscheiden von Stefan Schmidtlein wurde das Cafe gemeinsam von Pfarrerin Uta Walger und Pastor Torsten Sommerfeld geleitet. Dann übernahm Pastorin Reinhild Widdig diese Aufgabe, bis 2005 die finanzielle Situation der Landeskirche es nicht mehr erlaubte, eine Pfarrstelle für das Cafe zu finanzieren. Seitdem wird das Cafe von einer hauptamtlichen Fachkraft (Soz. Päd.) mit 20 Stunden pro Woche geleitet, die pastorale Begleitung erfolgt aus dem benachbarten Stadtteil.

In den vielen Jahren seines Bestehens haben eine große Zahl von Menschen ihren bezahlten oder unbezahlten Dienst hier geleistet: Zivildienstleistende, jungen Menschen mit Sozialstunden, ABM Mitarbeiter/innen, Ein-Euro-Kräfte, Praktikant/innen, nicht zu vergessen Hannelore Wäser, die für die Sauberkeit sorgt und immer eine große Zahl Ehrenamtliche.

Im Laufe der Jahre hat es viele Impulse und Aktivitäten gegeben. Besonders beliebt waren die Länderabende, an denen Gäste ihr Heimatland mit Geschichten, Bildern und leckerem Essen vorstellten. Auch die Feste für Alt und Jung auf dem Platz vor dem Bickolo zogen und ziehen viele Menschen an. In der Osternacht nach dem Gottesdienst im Bickolo mit Fackeln durch das Viertel ziehen, an Erntedank etwas mitbringen, zusammen kochen, beten und dann gemeinsam essen. Christen, Muslime und Menschen guten Willens kommen zusammen, erleben etwas miteinander und wachsen zusammen.

Seit dem 1.1.2008 ist das Cafe unabhängig und wird vom ökumenischen Trägerverein „Kirchencafe Bickolo e.V.“ getragen.
Text und Photos: Uta Walger