Hospizdienst

Mandala bunt 3(1)Hospizdienst

Mitarbeitende des Ökumenischen Hospiz-dienstes im Kölner Westen sind zur Begleitung Sterbender in unserer Gemeinde da. Oft erfahren wir jedoch erst spät von schwerer Krankheit und Tod, deshalb bitten wir die Angehörigen sehr herzlich, die zuständige Pfarrerin oder den zuständigen Pfarrer frühzeitig zu informieren, wenn Unterstützung und Hilfe erwünscht ist.

Wir nehmen uns Zeit, für die Bedürfnisse der Familien da zu sein.

Unsere regelmäßigen Angebote:
Trauercafe
gemeinsame Spaziergänge

 

Was will der Hospizdienst?

Er will Schwerstkranken ermöglichen, die letzte Lebensphase in ihrer gewohnten Umgebung zu verbringen. Angehörige und Freunde einbeziehen und begleiten, aber auch entlasten. Dazu beitragen, menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen. Einen Beitrag leisten, damit Sterben in unserer Gesellschaft nicht verdrängt, sondern als Teil des Lebens gesehen wird.

Was bieten wir an?

Gespräche und Zuhören, Kranken und Angehörigen nahe sein, ihnen vorlesen, mit ihnen spazieren gehen. Die Angehörigen zeitweise entlasten, indem wir für sie Besorgung und Einkäufe übernehmen, oder umgekehrt, indem wir bei dem Sterbenden bleiben, wenn die Angehörigen z.B. einen Arzttermin wahrnehmen müssen.

Wer sind diese HelferInnen?

Die Frauen und Männer arbeiten alle ehrenamtlich und werden im Hospiz im Kölner Westen auf ihre Arbeit vorbereitet und in ihrer Arbeit begleitet. Sie stellen sich auf der Grundlage ihres christlichen Glaubens mit ihren Fähigkeiten und ihrer Zeit ehrenamtlich zur Verfügung.

Wem kommt die Hilfe zugute?

Der ambulante Hospizdienst ist offen für alle Menschen in Bocklemünd/Mengenich, Bickendorf, Ossendorf und Vogelsang. Die Hilfe ist kostenfrei. Wenden Sie bitte sich an:

Ansprechpartnerin: Koordinatorin Birgitta Lepke-Lehmann
Tel: 0221-539 74 52
info(at)hospiz-koeln-west.de

Vorsitzender des Vereins ist Herr Stefan Knepper.

Seit wann gibt es den Verein?

Der gemeinnützige Verein wurde am 28.06.2001 gegründet und kann durch eine Spende auf folgende Konten unterstützt werden:

Stadtsparkasse Köln
BLZ 370 501 98
Konto 735 2685

Kölner Bank
BLZ 371 600 87
Konto 594 057 007
 

Neues vom Hospizdienst

Die neue Koordinatorin stellt sich vor

Mein Name ist Birgitta Lepke-Lehmann, ich bin 49 Jahre alt, verheiratet und habe 4 Kinder. Ehrenamtlich arbeite ich als Teamsprecherin der Katholischen Frauengemeinschaft in Vogelsang.

Ich bin gelernte Fachkrankenschwester für Anästhesie- und Intensiv-Medizin und habe hauptsächlich in der Uni-Klinik auf der Chirurgischen Intensivstation gearbeitet. Nach 3 Jahren Elternzeit habe ich Teilzeit in einer Kinderarztpraxis gearbeitet. Seit dem 1. Janurar 2012 stehe ich dem Hospizverein als Koordinatorin zur Seite.

Durch meine langjährige Arbeit mit Sterbenden und ihren Angehörigen keimte in mir der Wunsch zu einer Arbeit im Hospizbereich. Daher bin ich froh, jetzt meiner „Berufung“ nachgehen zu können. Zu meiner Tätigkeit gehören u.a. Besuche bei unseren Patienten (zu Hause oder im Pflegeheim), Betreuung der ehrenamtlichen Hospizhelfer/innen sowie
Öffentlichkeitsarbeit.

Gerne stehe ich Ihnen für Fragen zur Verfügung:
Unsere geänderten Öffnungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 10 -12 Uhr

Birgitta Lepke-Lehmann
Koordinatorin
Tel: 0221-539 74 52

 

Neuer Vorsitz im Hospizverein

Mit großer Freude können wir mitteilen, dass der Hospizdienst, nach dem Tod von Frau Helbig im März 2009, seit Februar 2010 mit Herrn Stefan Knepper wieder einen neuen Vorsitzenden hat.

Hospiz-Knepper 2Stefan Knepper stellt sich vor:

Im August 1970 in Köln geboren, halte ich bis heute dieser Stadt die Treue.
Seit 2004 lebe ich mit meiner Frau und jetzt auch mit unserer kleinen Tochter in Vogelsang. In meinem Berufsleben habe ich schon einige Stationen erleben dürfen. Nach meiner Ausbildung zum Speditionskaufmann absolvierte ich nebenberuflich ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und arbeitete in der Logistik. Seit 2002 bin ich in einer ganz anderen Branche tätig. Ich bin Geschäftsführer eines Bestattungshauses und eines Dienstleistungsunternehmens. Auch hier durchlief ich eine Ausbildung und bin seit 2008 Bestattermeister. Durchdiese Tätigkeit ist mir alles, was einen Bezug zu Sterben, Tod und Trauer hat sehr nahe. Täglich komme ich mit Menschen zusammen, die direkt bzw. indirekt davon betroffen sind.
Deshalb habe ich auch nicht lange gezögert, als der Hospizdienst mit der Bitte an mich herantrat, den Vereinsvorsitz zu übernehmen.
Als ein Ziel habe ich mir die finanzielle Sicherheit des Hospizdienstes gesetzt. Damit können wir die Grundversorgung und ggf. eine Ausweitung und stetige Verbesserung unseres Angebotes für die Zukunft sichern. Auch wenn unsere Arbeit ehrenamtlich erfolgt, sind wir in hohem Maße auf Unterstützung, insbesondere auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen, um unsere Dienste aufrechterhalten zu können. Die Arbeit sollte auch in Zukunft in unser aller Interesse fortgesetzt werden. Ich hoffe, dass ich etwas dazu beitragen kann.

Wir heißen Herrn Knepper in unseren Reihen herzlich willkommen und freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit.

 

Ehrenamtliche Mitarbeit

Neue Hospizhelferinnen ausgebildet

Im vorigen Jahr haben sieben Frauen in unserem Verein, weitere drei im Hospizdienst Kölner Norden, den Befähigungskurs für Hospizhelfer beendet. In ca. 100 Stunden haben sie einen Grund- und Aufbaukurs absolviert. Dazwischen lag ein sechswöchiges Praktikum. Von den insgesamt zehn Frauen haben sich neun anschließend zur ehrenamtlichen Mitarbeit bereit erklärt. In einer ökumenischen Feierstunde wurden sie im Dezember offiziell in den Verein aufgenommen.

So verfügt der Verein momentan über 21 hoch motivierte Helfer und Helferinnen, die sich freuen, schwerstkranke Menschen auf ihrem letzten Weg ein Stück zu begleiten und deren Angehörige zu entlasten.

Wenn auch Sie Interesse haben an einer ehrenamtlichen Mitarbeit, dann melden Sie sich bei  der Koordinatorin des Hospizdienstes, wann der nächste Befähigungskurs geplant ist.

Koordinatorin Birgitta Lepke-Lehmann
Tel: 0221-539 74 52
info(at)hospiz-koeln-west.de

 
2008 – 10 Jahre Hospizarbeit im Kölner Westen

„Dem Sterben Leben geben’

Dieser Gedanke der Hospizbewegung wird seit nunmehr 10 Jahren auch in dieser Gemeinde umgesetzt. Bereits 1997 hatte eine Gruppe von Frauen und Männern begonnen, einen ambulanten Hospizdienst aufzubauen; im Jahr 1998 wurde mit der Arbeit begonnen.

Seither haben wir es vielen Menschen ermöglichen können, ihre letzte Lebensphase in der vertrauten Umgebung des eigenen Zuhauses verbringen zu können. Gleichermaßen konnten wir die Angehörigen bei ihrer schweren Aufgabe unterstützen und begleiten.

Viele Menschen haben sich in dieser Zeit zum ehrenamtlichen Hospizhelfer ausbilden lassen. Auch in diesem Jahr können wir vier neue Helfer begrüßen. Diesen wunderbaren Frauen und Männern gilt unser besonderer Dank, da wir nur dank ihrer tatkräftigen Unterstützung unseren Dienst kostenlos anbieten können.

10 Jahre Hospizarbeit bedeutet neben der praktischen Begleitung ebenfalls den stetigen Einsatz für eine Verbesserung der Lebenssituation von Menschen am Lebensende. Es ist maßgeblich der Hospizbewegung zu verdanken, dass es inzwischen u. a. auch in Köln eine vernetzte palliative ambulante Versorgung gibt. Das bedeutet, dass sich immer mehr niedergelassene Ärzte und Pflegedienste den besonderen Erfordernissen der schmerz- und symptomlindernden Behandlung stellen und so oftmals Krankenhausaufenthalte überflüssig machen.

10 Jahre Hospizarbeit, das sind 10 Jahre Einsatz dafür, dass das Sterben in unserer Gesellschaft nicht verdrängt wird. Sterben gehört wie die Geburt zum Leben dazu.

Die Trauerbegleitung ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Hospizarbeit. Neben der Einzelbegleitung gibt es seit April 2006 das Trauercafé, das einmal monatlich in der Auferstehungskirche in Bocklemünd-Mengenich stattfindet.

Von Herzen bedanken wir uns bei all den Menschen, die durch vielfältige Unterstützung unsere Arbeit möglich gemacht haben. Wir danken aber auch allen, die wir begleiten durften und noch begleiten dürfen, dass sie uns ihr Vertrauen geschenkt haben und schenken werden.

Für das Team des Hospizdienstes,
Margret Korecky (Koordinatorin bis 2011)