Aus der ev. KiTa in Bocklemünd
„Wer sich bewegt, kann sich entwickeln“
Verfasst im Mai 2009
Immer häufiger betreuen wir in unserer Einrichtung Kinder mit Wahrnehmungsstörungen.
Diese drücken sich ganz unterschiedlich aus: Sprachentwicklungsverzögerungen und Sprachstörungen gehören dazu, aber z.B. auch eine mangelnde Körperspannung.
Für die Kinder, die darunter leiden, ist der Alltag eine große Herausforderung. Die hohe Konzentration, die schon bei Kleinigkeiten aufgewendet werden muss, kostet sie unglaublich viel Kraft und Zeit.
Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns in unserem Haus sehr intensiv mit Sprachförderung. Um jedoch sinnvoll fördern zu können, müssen wir Zusammenhänge und Entwicklungen verstehen lernen. Der Mensch funktioniert ganzheitlich. Körper, Geist und Seele sollen im Einklang stehen. Dafür möchten wir in unserer Arbeit die bestmöglichsten Voraussetzungen schaffen.
Unterstützung fanden wir in der Praxis “für bewegtes Lernen“. Die Leiterin, Frau Petra Pusnik, führte in unserer Einrichtung eine Fortbildung unter dem Thema „Wer sich bewegt, kann sich entwickeln“ für und mit unserem Team durch. Wir trafen uns an einem Samstag im April im Bewegungsraum unserer Kita.
Nach einem spannenden theoretischen Einstieg ging es praktisch weiter. Mit Bewegungsmaterial, das in unserer Einrichtung vorhanden ist, führten wir ganz unterschiedliche Bewegungseinheiten durch. So lernten auch wir unsere Körper und Sinne einmal ganz neu kennen.
Viele Anregungen und Informationen für unseren Alltag konnten wir mitnehmen, und hatten selbst riesigen Spaß bei der Durchführung. Das wichtigste Fazit für uns alle aber ist ein größeres Verständnis für Kinder mit solchen Problemen. Wir werden versuchen die Welt für sie „be-greifbarer“ zu machen.
Im Herbst folgt der nächste Teil der Fortbildung.
Wir sind sehr gespannt, und werden berichten.
Text und Photos: Chr. Schlitzke (Leiterin der ev. Kita bis März 2010)
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