Umweltschutz

Bewahrung der Schöpfung

Seit vielen Jahren ist es ein wichtiges Anliegen der Gemeinde, den Schutz der Umwelt zu fördern. Dabei versuchen wir, möglichst viele Ideen in den eigenen Gemeindezentren umzusetzen: so gibt es seit vielen Jahren Photovoltaikanlagen auf zwei Kirchendächern der Gemeinde, eine Anlage zur Warmwasser-bereitung auf dem Dach der Bocklemünder KiTa. Dort haben wir auch das Dach des Anbaus begrünt. Regenwasser wird gesammelt, Müll getrennt, fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt.

Im Eine-Welt-Laden können viele Produkte aus fairem Handel erworben werden.

Es gibt noch weitere Projekte, vieles muss noch umgesetzt werden. Wir freuen uns über engagierte Hilfe und neue Ideen.

Pfarrerin i.R. Renate Graffmann vor der Anzeigentafel der Photovoltaikanlage der Auferstehungskirche

 

 

 

 

 

 

 

Thema Grün auf der Landessynode
Verfasst Dienstag, 3. März 2009 von Franziska Kayser

„Lebensschutz und Bewahrung der Schöpfung“


Auf der im Januar 2009 durchgeführten Landessynode wird der biblische Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung als Selbstverpflichtung ausdrücklich bekräftigt. Bis 2015 soll
auf allen Ebenen der Evangelischen Kirche im Rheinland eine Verminderung der CO2-Emissionen um 25 % gemessen am Basisjahr 2005 vorgenommen werden. Die zukünftigen Entscheidungen betreffen daher die Energieeffektivität der kirchlichen Gebäude, Fragen der Mobilität und Gemeinde übergreifenden Solidarität z.B. bei energieoptimierten Erneuerungen von Gebäuden. Durch verstärkte Bildungs- und
Jugendarbeit in Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen soll das dafür notwendige Umdenken befördert werden.

Nach biblischer Überlieferung hat Gott den Menschen als sein Gegenüber erschaffen, um seine Schöpfung „zu bewahren und bebauen“. Dieses Bewusstsein geriet im Mittelalter,
als der Mensch als Herr der Schöpfung gesehen wurde, völlig in Vergessenheit. Der Auftrag an den Menschen wurde nun so verstanden, dass er sich die Erde untertan machen sollte und durfte. Es folgte eine rücksichtslose Ausbeutung der Erde über lange Zeit bis heute.

Nachdem in den 70er Jahren der Club of Rome seinen Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte, wurde 1989 im Konziliaren Prozess von Basel aufgerufen zu „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“. Immer mehr wird uns bewusst, dass diese drei Säulen untrennbar zusammen gehören. Jeder einzelne steht in der Verantwortung, sich um Information und Bildung zu bemühen, den eigenen Lebensstil zu überdenken und den eigenen CO2-Fußabdruck zu prüfen. Nicht alles, was billig ist, ist auch ökologisch und sozial verträglich. Die Diskussion um einen Mindestlohn, von dem man auch leben kann, steht für die Säule der Gerechtigkeit, die wieder Voraussetzung für Sicherheit und Frieden ist.

Leben ist ein Geschenk Gottes. Lebensschutz gilt auch für die Benachteiligten und Schwachen. Es steht der Kirche gut an, sich für die Gefährdeten einzusetzen, für das
Leben einzelner wie für die Lebensgrundlagen überhaupt. Die bereits sichtbare Zerstörung ganzer Lebensräume stellt für die Weltgesellschaft eine neue Herausforderung dar. Solange
aber mit der Zerstörung von Lebensgrundlagen Geld verdient wird, geht das Zerstören weiter. Viele Nicht-Regierungs- Organisationen, darunter auch kirchliche Gruppen,
haben sich zu Klimainitiativen zusammengeschlossen. Mit unserem Präses Nikolaus Schneider möchte ich schließen: „Wir können nur beten und das in unserer Macht Stehende tun, damit die uns von Gott gegebene Zeit nicht vertan
wird.“
                                                                                                  Franziska E. Kayser