Jugendcamp Sardinien 2011 - Teil 1
Köln, 13. Juli 2011 Photos: Katrin Reher
Liebes Reisetagebuch,
wir sind noch gar nicht in Sardinien, aber gefühlstechnisch ging die Freizeit gestern schon los. Nach vielen, vielen Zelteinkäufen, unzähligem Material, das eingepackt wurde, Bierbänken und Biertischen, die im Kirchvorraum lagerten, ist alles nun auf dem Weg nach Sardinien.
Am 12. Juli war der große Tag:
Nachmittags stand ein 40-Tonner LKW
vor der Kirche! Mehr als 30 Helfer und Helferinnen waren fünfeinhalb Stunden umschichtig mit Schleppen und Laden beschäftigt. Alles war im Pfarrhaus eingelagert und musste hoch an die
Straße und dann alles gut sortiert in
den LKW.
Gott sei Dank war Peter da, der mit Übersicht und Wissen das Beladen und
die Transportsicherung gut im Blick
hatte. Bei aller Arbeit und aller
Schlepperei war auch schon das
Reisefieber da, Scherze waren an der Tagesordnung und es wurde viel gelacht. Am Ende machte sich der LKW auf den Weg, und wir waren so richtig müde und kaputt.
Morgen fahren zwei Kleinbusse nach Platamona los, die am Freitag die Aufbaucrew am Flughafen in Alghero abholen werden. Ab Samstag heißt es dann: LKW abladen und aufbauen, damit alles fertig ist, wenn die Gruppen kommen! Das Team ist schon mächtig aufgeregt und wir freuen uns riesig auf das Camp.
Liebes Reisetagebuch, ich melde mich bald wieder…….. Katrin!
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Köln, den 21. Juli 2011 Photos: Katrin Reher
Liebes Reisetagebuch,
da hast Du bestimmt gedacht, wir wären in Sardinien verschollen…! Aber wir hatten einfach so viel zu tun und auch noch keinen italienischen Webstick. Deshalb kommt jetzt ein gaaaanz schön langer Bericht von uns.
Also, am Donnerstag sind Fabian und Katrin mit
einem VW Bus und noch ein bisschen Material gestartet. Den VW Bus haben wir ganz schnell lieb gewonnen
und in Rastatt auf dem Parkplatz haben wir ihn direkt
mal auf Romy getauft.
Die Fahrt lief ganz gut, und wir waren pünktlich in
Livorno am Fährhafen. Das war wunderhübsch italienisch-chaotisch, und spätestens dort haben wir uns der italienischen Fahrweise angepasst. Auf der Fähre war es langweilig – trotz des Seegangs, der hektisch verteilten Kotztüten und der beiden Alleinunterhalter, die Musik gemacht haben.
In Olbia dann wieder der typisch italienische Chaosstau, ab zum Campingplatz, Sachen ausladen, nach Alghero die anderen abholen, einkaufen, zurück zum Campingplatz, Essen und dann nach eineinhalb Tagen endlich schlafen.
Am nächsten Tag, mittlerweile Samstag, kam morgens tatsächlich der Lkw und war auch - schwupps - innerhalb von einer Stunde entladen. Für uns war es unglaublich, dass am Abend das Zirkuszelt und die Küchenzelte schon standen.
So, und was haben wir von Samstag bis heute am Donnerstag gemacht? Sonntag kamen Peter und Hildegard als Verstärkung an und haben mit uns die Schlafzelte aufgebaut. Hilde entpuppte sich als Expertin für Gardinenrölleckes, Peter hatte die Zelte im Griff und bei der Elektrik den Hut auf.

Anna kann prima Gasgrills zusammenbauen und zwar in Affengeschwindigkeit. Noel hat sich übers Materialzelt hergemacht, Toby entwickelt sich zum Elektriktalent, Fabian ist der Mensch auf der Leiter, Pascal der Zeltabspannexperte, Gero verletzt sich gerne beim Arbeiten, Robert ist immer so richtig durchdacht und Christopher und Katrin machen gerne mal mehrere Sachen gleichzeitig…. Die Frage ist, ob es dann auch fertig wird.
Einkaufen waren wir auch und haben etwas gelernt: es lohnt sich nicht, in kürzester Zeit
durch den Laden zu fegen, denn an der Kasse steht man trotzdem unendlich lange an. Hier geht alles eben langsamer und „domani“ – morgen, daran haben wir uns gewöhnt:
Marc, die Küche ist fertig und alles funktioniert seit heute, vorausgesetzt Du verzichtest auf das Abwasser – domani…
Und wir hatten tatsächlich Regen; also so richtig Regen und Gewitter über Stunden. Deshalb,
liebes Reisetagebuch:
sag doch den Jugendlichen Bescheid, dass Regenjacken wirklich nötig sein könnten!
So, wir rüschen jetzt weiter unser Camp auf,
denn heute ist der Dekotag. Die Chillecke ist
fertig und wir jetzt auch. Am besten bauen wir
jetzt noch schnell die restlichen Zelte auf.
Ciao, bis bald
Pascal, Fabian, Katrin, Hildegard und Peter!
23. Juli 2011 Photos: Katrin Reher
Liebes Reisetagebuch,
wir sind endlich mit dem Aufbau fertig. Alles ist schön und wir finden das Camp echt super und extrem chillig.
Heute sind Peter und Hilde wieder abgefahren – LEIDER! Das war eine schöne Zeit mit den Beiden. Wir hatten echt Spaß!
Jetzt gerade zur Siestazeit testen wir die Hängematten aus und machen den Plan für Montag und Dienstag – ganz nebenbei werden die Möglichkeiten, was man mit Hängematten alles anstellen kann, ausgetestet. Ach, und Wäsche waschen müssen wir auch noch!
Heute Abend werden wir noch ein paar Sachen für das Camp einkaufen und morgen ist dann Sonntag, und wir werden chillen.
Übrigens: es hat gestern nochmal geregnet. Das mit den Regenjacken ist also kein Witz, und bringt Mückenzeugs mit. Wir sind nämlich alle schon gut zerstochen!
So, liebes Reisetagebuch: wir warten auf die Gruppen und freuen uns drauf, wenn hier alles belebt sein wird.
Ciao ragazzi, Fabi, Pascal und Katrin
27. Juli 2011 Photos: Katrin Reher
Liebes Reisetagebuch,
jetzt kommen wir endlich mal dazu, wieder was zu schreiben. Hihi (das war Pauline)! Wir hatten ganz viel zu sehen und zu machen – also hier auf Sardinien.
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Aber jetzt mal von vorne: Die Busfahrt war tierisch lang und anstrengend. Irgendwann kam von hinten Essen geflogen. Das war nicht witzig! Im Durchschnitt haben alle höchstens 1 Stunde wegen Lautstärke und „nichtwitzigen“ Aktionen geschlafen. Das war auch blöd!
Die Fähre hat länger gedauert als wir
alle dachten. Pauline hat einen Delfin gesehen und Marc eine Schildkröte.
Jetzt ist hier die Frage, ob die beiden Übermüdungshalluzinationen hatten (wahrscheinlich schon).
Aber im Kinosaal konnte man gut
pennen. Maltes Schildkrötenkissen
war eine sehr gemütliche Schlafstätte.
Alle lieben Maltes Schildkrötenkissen.
Leider konnten wir nicht ewig damit
kuscheln, denn wir mussten ja wieder
von der Fähre runter. Auch wenn wir
Panik hatten wegen der sardischen
Busunternehmen und der italienischen
Fahrweise, wir sind doch gut und
sicher am Campingplatz angekommen.
Katrin: Ab 18:00 Uhr kam endlich Leben ins Camp. Das war toll! Die Zelte wurden verteilt, dann konnte gegessen werden. Und nach den Zeltdorfrunden waren alle froh, dass sie Schlafen konnten.
Am Dienstag waren wir alle schon fitter und nach einem feuchtfröhlichen Frühstück (danke, liebes Sardinienwetter) ging es ab zum Strand. Vorm Mittagessen mussten wir alle das fröhliche Aufräumspiel spielen. Komisch, wir wissen gar nicht, wo die ganzen leeren Dosen, Flaschen und Papierchen über Nacht hergekommen sind. Das Team hat uns angedroht, dass wir das Spiel so lange spielen, bis wir gelernt haben, wo die Mülltonnen stehen.
Nach dem Essen gab es dann die typisch italienische Siesta und danach Spiele für viele. Tatuzita war zwar ein bisschen peinlich, aber lustig. Danach sind ein paar noch zum alten Turm am Strand entlang gewandert. Wer hätte gedacht, dass da glatt zwei Stunden draus werden können. Beim Abendessen gab es Fleischspieße – mit Verspätung wegen der feuchten Grillkohle. Dafür hat sich das erste Kochteam echt ins Zeug gelegt. Es war echt lecker – auch wenn Leons und Michaels Finger ganz lange nach Zwiebeln gestunken haben.
Danach gab es noch chillen im Zirkuszelt und eine Runde Indiaca, die Malte mit blutiger Nase überlebt hat. Nachts war es dann ein bisschen lauter und länger fürs Team…… grrrrrh…..
Heute Morgen war frühstücken im Zirkuszelt angesagt…..liebes Reisetagebuch: dreimal darfst Du raten, warum! Wasser von oben und zwar viel! Dann war Kreativgedöns angesagt: Gläser gravieren und Freundschaftsbändchen knüpfen.
Anne ist ein Bastelgott :o…..
Timon kann keine Süßigkeiten mehr sehen… der Arme! Sophia kann in der Hängematte die Fledermaus machen und Maltes Schildkröte hatte einen Fototermin.
Jetzt ratet mal, was wir gerade machen……… richtig, Tagebuch schreiben! So und jetzt suchen wir noch Fotos aus……
Ciao, bis bald
Kerstin, Friederike, Timon, Malte, Ben, Kumba, Natalie, Pauline, Anne, Sophia, Marc und Katrin!
29. Juli 2011
Hallo liebes Reisetagebuch,
es ist endlich wieder soweit. Es gibt neue Berichte von uns. Seit dem letzten Bericht ist sehr viel hier passiert.
Das schöne Wetter ist endlich da,
und wir können die Sonne genießen.
Am Donnerstag haben wir am Morgen etwas für unsere Bikini- und Badehosenfigur getan.
Es gab verschiedene Sportangebote.
Wir haben Beachvolleyball, Fußball
und Indiaca gespielt. Da ist der eine
oder andere Ball im Meer baden gegangen (wobei das natürlich unabsichtlich war). Welch ein Pech
für denjenigen, der den Ball bei
der Hitze aus dem Wasser holen musste.
Nach dem Mittagssnack mit frischem Obst, köstlichen Nudeln und leckeren Broten ging es wieder zum Strand. Wir konnten die Sonne und das Meer in vollen Zügen genießen. Auf einer Sandbank, die ca. 2 Minuten (in Friederike´s Zeitrechnung) vom Strand entfernt liegt, gibt es größere Wellen als am Strand.
Nachdem alle genug Sonne getankt hatten, gab es eine leckere Minestrone (Gemüsesuppe) mit Brot. Dann hatten wir eine tolle Nachtwanderung. Mailis Gruppe hatte viel Spaß beim Wandern. Die Gruppe vertrieb sich mit lustigen Reiterhofliederen von Alicia die leichte Angst vor der Dunkelheit. Nicoles Gruppe beschwerte sich darüber, dass Nicole alle erschreckt hat. Marc und Pascal haben ihre Gruppe strikt durch die Natur geschickt. Und die Gruppe von Fabi sollte stillschweigend die Natur um sich herum wahrnehmen. Alle konnten aber den tollen Sternenhimmel und die fantastische Aussicht auf Sassari genießen.
Heute haben wir T-Shirts bemalt, Muscheln am Strand gesammelt und eine Foto-Tour zu einem alten Turm gemacht. Nach dem Mittagessen und unserer üblichen Siesta (die bis 15 Uhr geht), schreiben wir nun unser Tagebuch, bemalen Bilderrahmen und spielen Kubb.
Heute Abend werden wir noch den Sonnenuntergang am Strand anschauen.
Ciao, bis bald
Pauline, Sophia, Friederike, Nicola, Timon, Kumba, Anne, Fiona, Maili und Marc
Die Fortsetzung gibt es hier!
Aber das war noch nicht alles, die zweite Gruppe hat auch etwas zu erzählen, das gibt es hier zu lesen.
