Netzwerk Bocklemünd/Mengenich

Ausflug der Netzwerker auf die Dächer des Kölner Doms              Photo: Martin Bierbass

Leitidee der Netzwerkarbeit


Wir haben eine Idee:
Soziales Engagement muss Spaß machen. Wer sich für andere engagiert, soll selber etwas davon haben. Warum nicht endlich das tun, wozu man immer schon Lust hatte? Im Netzwerk entscheidet man selbst, welche Aufgaben übernommen werden und wie viel Zeit für das Engagement aufgewandt wird. Deshalb heißt es bei uns:

Für ein gutes Leben im Alter ist neben der finanziellen Absicherung und der gesundheitlichen Vorsorge auch eine soziale Vorsorge unerlässlich. Freundschaften und Bekanntschaften in der Nachbarschaft und Stadtteil schützen vor Vereinsamung und sorgen für Lebensqualität, auch im hohen Alter.

Wer gut in ein soziales Netz eingebunden ist, kann dem Älterwerden gelassen entgegen sehen. Gerade weil heute immer mehr ältere Menschen als Single leben oder getrennt von ihren Kindern alt werden, ist es wichtig, Kontakte aufzubauen: zu den Nachbarn im Haus, in der Straße und im Stadtteil. Man muss nicht in der Welt herumreisen, um neue Freunde und Bekannte zu finden. Manchmal wohnen die lang gesuchten Wanderfreunde oder die ersehnten Tanzpartner nur ein paar Straßen weiter.

Netzwerke bieten die Möglichkeiten, im Stadtteil und in der Nachbarschaft Menschen mit gleichen Interessen kennen zu lernen. Wenn die Freunde in der Nähe wohnen, kann man sich im Notfall leichter helfen und persönliche Kontakte bis ins hohe Alter pflegen.

                                             (zitiert aus dem Wegweiser der Düsseldorfer Netzwerke) 
 

Jahresplan Netzwerk Bocklemünd

Den Plan über alle Unternehmungen und die regelmäßigen Treffen der Netzwerker hängt am schwarzen Brett des Netzwerkes im Foyer der Auferstehungskirche aus.


„Alles ist möglich“

In Bockelmünd-Mengenich gibt es jede Menge Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden!

„Ja, es stimmt schon: Alles ist möglich“, sagt Silke Grube-Kohorst, nach den Projekten des Netzwerks Bocklemünd/Mengenich befragt. Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW finanzierte drei Jahre lang dieses Projekt für ältere, deutsche und ausländische Menschen im „Veedel“, die Trägerschaft hat die Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf übernommen und dafür von 2006 bis 2008 die hauptamtliche Sozialarbeiterin Grube-Kohorst eingestellt.

"Alles ist möglich" - bedeutet, dass sich jeder ältere Mensch in Mengenich immer mittwochs beim „Kirchencafé“ der evangelischen Auferstehungskirche, Görlinger Zentrum 39, zwischen 10 und 12 Uhr über laufende Netzwerk-Aktivitäten informieren kann, oder einfach nur hinsetzen, Kaffee trinken und sich austauschen.

Danach kann man bei bereits laufenden Gruppen „reinschnuppern“ und herausfinden, ob das mit dem Computer wirklich so schwierig ist, oder ob es mehr Spaß macht, bei anderen Projekten mitzuarbeiten. Es gibt gemeinsame Ausflüge in Museen oder hoch über die Dächer Kölns mit einer Domführung, einmal im Monat montags im Gemeindezentrum Kultur, vom klassischen Konzert über Reiseberichte bis zum „Erzählcafé“.

Aber es ist noch viel mehr möglich:
Das Netzwerk sucht weiterhin aktive „Mitstreiterinnen und Mitstreiter“. Und welche Aktivitäten außer den bereits bestehenden dann noch angeboten werden, hängt ganz und gar von den Wünschen der „Neuen“ ab.

Das geht so: Wer Interesse hat, sich dem Netzwerk anzuschließen, meldet sich im Kirchencafé oder bei Silke Grube-Kohorst. Dann kann man herausfinden, woran man teilnehmen möchte oder wozu man Mitstreiter braucht. Unterstützung bei der Umsetzung bekommt man auch von der Koordinatorin Grube-Kohorst, die Gruppen sind aber selbst dafür verantwortlich, ihr Angebot aktiv umzusetzen – ob das nun die Verbesserung der kulturellen Infrastruktur des Stadtteils ist, Joggen oder Fahrradfahren, ein politischer Gesprächskreis, oder, oder... alles ist möglich, sobald die Seniorinnen und Senioren selbst aktiv werden.

Informationen und Kirchencafe:
jeden Mittwoch 10 - 12 Uhr im Foyer der Auferstehungskirche
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Interesse haben und mehr wissen möchten: Pfarrerin Uta Walger