Eine-Welt-Laden

Auferstehungskirche Bocklemünd

Mi und Do 9 - 11 Uhr
Sonntags nach dem Gottesdienst
Hier bekommen Sie Kaffee, Tee, Süßigkeiten, kleine Geschenke und vieles mehr aus fairem Handel zu fairem Preis.

 

 

Interview mit Edith Sieg’l, Küsterin

Seit wann gibt es diesen Laden? Wie hat sich der Weltladen in der Geschichte seines Bestehens entwickelt?
Den Weltladen gibt es seit 1994. Er wurde bis 2002 ökumenisch von evangelischer und katholischer Seite gemeinsam im Bürgerschaftshaus geführt. Ab 2003 zog der Weltladen um in die evangelische Auferstehungskirche, wo er bis heute ist. Der AK Ökumene wurde dann auch aufgelöst, so dass der Laden nun rein evangelisch ist.

Wann und wo werden Waren aus fairem Handel angeboten? Bei welchen Anlässen ist der Laden präsent?
Regelmäßig zu den Öffnungszeiten des Kirchencafés und im kleinen Gemeindetreff nach dem Gottesdienst. Ansonsten bei allen größeren Events wie Gemeindefest, Basar, Kirchentag, Grillfest.


Wie kommt man als Laden an die Produkte?
Über die GEPA (Gesellschaft für den fairen Handel und Partnerschaft mit der Dritten Welt). Diese Gesellschaft gibt faire Preise an die Erzeuger weiter, so dass Eltern ihre Kinder in die Schule statt aufs Feld schicken können. Zwischenhändler werden so umgangen.


Edith, was motiviert Dich, Dich so sehr für den fairen Handel einzusetzen?
So etwas gehört in die Kirche. Immer wird gepredigt von Brot für die Welt und fairem Handel. Das gehört unbedingt hier hin.

Wie viele Helfer kümmern sich um den Verkauf?
Zwischen zwei und drei.

Wer kauft überwiegend die Produkte?
Hauptsächlich Leute aus der Gemeinde.

Gibt es auch Kunden, die nicht zur Kirchengemeinde gehören?
Seltener.

Welche Produkte gehen am besten?
Kaffee, Tee und Honig, auch Schmuck und Geschenke für Kinder.

Welche Auswirkungen hat der jüngste Presbyteriumsbeschluss für den Laden?
Wir werden nun bei allen Veranstaltungen ausschließlich fair gehandelten Kaffee aus unserem Eine-Welt-Laden ausschenken, ohne Ausnahme. Ich habe die Hoffnung, dass nun die ganze Gemeinde Bickendorf regelmäßig auch andere Produkte aus dem Laden im täglichen Betrieb einsetzt.

Gibt es auch Ladenhüter?
Ja, z.B. Geschirr oder Gläser.

Welche verkaufsfördernden Maßnahmen sind schon ergriffen worden?
Seit kurzem haben wir einen mobilen Laden. Es ist ein Geschenk eines Gemeindemitglieds und wurde als Gesellenstück einer Schreinerin extra für uns gebaut. Damit gehe ich auch schon mal auf den Wochenmarkt.

Wäre es wünschenswert, im Gemeindebrief wieder einen festen Platz für den Eine-Welt-Laden zu reservieren?
Ja, damit die Menschen nicht vergessen, dass es ihn noch gibt.

Was macht die Arbeit für den EWL schwierig?
Durch meinen Dienst als Küsterin bin ich nicht immer im Haus. Leider sind nur wenig Menschen bereit, ehrenamtlich zu verkaufen.
Der Verkauf von fair gehandelten Waren war in das Umweltkonzept der Gemeinde immer integriert. Die Gemeinde erhielt dafür 1998 den Umweltpreis der Stadt Köln.

Wie ist es heute?
Da hat sich nichts geändert. Ich stehe für konsequenten Einsatz fair gehandelter Produkte bei allen Anlässen. Durch den jüngsten Presbyteriumsbeschluss wird es noch erleichtert, das auch in den anderen Bezirken durchzusetzen. Hier in Bocklemünd haben wir ja schon eine gewisse Tradition. Der Gedanke des fairen Handels hat sich deshalb durchgesetzt, weil wir über so viele Jahre immer daran festgehalten haben. Auch wenn der Laden nicht mehr mit so viel Personal aufrecht erhalten werden kann wie es mal war, findet er in unserer Gemeinde einen mehr oder weniger festen Platz. Ich sehe deshalb den Beschluss des Presbyteriums als Erfolg, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die erzielten Überschüsse werden dann auch wieder der Dritten Welt zugeführt. Da schließt sich der Kreis, denn das ist ja auch der Sinn eines Eine-Welt-Ladens.

Liebe Edith, ich danke Dir für dieses Gespräch und wünsche Dir und dem Team des Eine-Welt-Landens viel Erfolg

Die Fragen stellte Franziska E. Kayser