Ihre Kirche und das Geld

Sie tun mehr als Sie glauben!

Verfasst am Dienstag, 6. Oktober 2009                 Text: Dietmar Jendreyzik und Uta Walger

Hier können Sie nachlesen, in welcher Höhe und für welchen Zweck Ihre Kirchengemeinde Geld einnimmt und wieder ausgibt.

Gleichzeitig möchten wir uns bei allen bedanken, die sich durch ihre Abgaben an der Finanzierung der vielfältigen Aufgaben unserer Kirche und Gemeinde beteiligen.

Das Ortskirchensteuerprinzip:

In unserer Landeskirche, der Evangelischen Kirche im Rheinland (EkiR) gilt das Ortskirchensteuerprinzip, d.h. alle Kirchensteuern fließen den Gemeinden zu, die in einem Finanzamtsbezirks zuständig sind.

Durch dieses Prinzip gibt es besondere Probleme:

Überregionale Aufgaben, also die Aufgaben der Landeskirche und auch der EKD, müssen mit
finanziert werden. Dies geschieht durch eine Umlage, die zunächst von den Einnahmen abgezogen werden.

Gemeinden sind unterschiedlich.
Das Kirchensteueraufkommen unterscheidet sich erheblich; je nach Stadtteil ist die Einkommenssituation der Gemeindeglieder sehr unterschiedlich.

(Übrigens: die Finanzämter bekommen Geld von der Kirche für ihre Dienstleistung, die Kirchensteuern einzuziehen.)

Kirchenverband Köln und Region:

Um innerhalb der 60 Kirchengemeinden zwischen Bedburg im Westen und Lindlar im Osten und den vier Kölner Kirchenkreisen einen regionalen Kirchensteuerausgleich zu schaffen und zur Bewältigung vieler übergemeindlicher Aufgaben, wurde der Ev. Kirchenverband Köln und Region gegründet.

Innerhalb des Kirchenverbandes leben knapp dreihunderttausend evangelische Christen, die etwa 90 Millionen Euro an Kirchensteuern bezahlen, das sind pro Kopf 297,- Euro im Jahr.

Von den 78.089.000- Euro, die in der Region Köln im Jahr netto eingenommen werden, geht für gesamt- und landeskirchliche Aufgaben, für die Unterstützung ärmerer Kirchenkreise und andere Aufgaben eine beträchtiche Summe ab, so dass als Zuweisung für die einzelne Gemeinde eine Summe von 111,- Euro pro Gemeindeglied im Jahr angewiesen wird.

Einnahmen der Kirchengemeinde Bickendorf

Für die Gemeinde Bickendorf heißt das, dass sie im Haushaltsjahr 2009 gut 900.000,- Euro für ihre Aufgaben zugewiesen bekommen hat. Dazu kommen noch Einnahmen aus Kollekten, Rücklagen und Vermietungen, so dass eine Summe von reichlich einer Millionen Euro für dieses Jahr zur Verfügung steht.

Einnahmearten:

                                    Summe Einnahmen        1.049.012,- Euro    

Ausgaben

Knapp die Hälfte dieser Einnahmen wird für
Löhne und Gehälter ausgeben: Mit drei Pfarrstellen, einer vollen Stelle für Jugend-
arbeit, 2 ½ Küsterstellen, vier haupt-
oder nebenamtlichen Kirchenmusikern, drei Reinigungskräften und einem Zivildienst-
leistenden ist die Gemeinde personell gut ausgestattet.

Für den Erhalt der Gebäude sind Rücklagen zu bilden und laufende Arbeiten zu bezahlen.

Die Verwaltungsaufgaben werden zentral von einem großen Gemeindeamt ausgeführt, auch dafür stellt die Gemeinde Mittel zur Verfügung.

Für die beiden evangelischen KiTas in Bocklemünd und Vogelsang hat die Gemeinde ihren Trägeranteil zu leisten.

Ausgaben der gemeindlichen Aufgabenbereiche

                                       Summe Ausgaben             1.049.012,- Euro

Sollten Sie weitere Fragen haben zum Thema „Geld und Ihre Gemeinde“, wenden Sie sich an Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer

Und schauen Sie auch mal auf die Webseite der Landeskirche, hier finden Sie weitere interessante Informationen zum Thema Kirchensteuern.