Texte und Predigt: Das Kreuz im Advent

Januar 2011                                                                    Artikel und Photos: Uta Walger

Projekt der Gemeinde mit der
Ev. Gefängnisseelsorge


2010 wurde, wie schon im Jahr zuvor über Helmut Gollwitzer, ein gemeinsames Projekt von Melanchthon-
akademie, Gemeinde Bickendorf und Evangelischer  Seelsorge in der Justizvollzugsanstalt  (JVA) Ossendorf durchgeführt. Anfang Dezember fand das zweitägige Seminar mit Mitgliedern der Gottesdienstgruppe in der
JVA statt. Thema war: das Kreuz im Advent.

Zunächst wurden verschiedene Kreuze betrachtet, die Passionsgeschichte erzählt. Neben der persönlichen Auseinandersetzung wurde auch kreativ gearbeitet.
So entstanden verschiedene Texte sowie ein Kreuz
aus vielen einzelnen Bildtafeln für die Advents-
gottesdienste in der JVA. 

Anfang Januar 2011 kam dies Kreuz auch in die Auferstehungskirche und stand dort neben Weihnachtsbaum und Krippe. Pfarrerin Claudia Malzahn und Pfarrer Dieter Bethkowsky sowie eine Teilnehmerin aus der Gottesdienstgruppe der JVA gestalteten zusammen mit Pfarrerin Uta Walger den gemeinsamen Gottesdienst.

Hier können Sie nun Texte und Predigt aus dem Gottesdienst am 9.1.2011 nachlesen:


 

KREUZDIALOG ZUM GOTTESDIENSTBEGINN

A: Hey, schön, dass das geklappt hat! Dass wir jetzt hier zusammen mit dem Kreuz aus dem Advents-
projekt Gottesdienst feiern können.

B: Ja, find ich auch toll. Und dass Ihr noch den Baum stehen habt und die Krippe, da ist unser Kreuz doch bestens aufgehoben.

(schiebt das Kreuz ganz nah an den Weihnachtsbaum und die Krippe)

A: Hallo? Das ist doch wohl nicht dein Ernst! Gerade haben wir die Geburt von Jesus gefeiert und jetzt
stellst Du das Kreuz dazu. Ok, dieses Exemplar ist schön bunt und lebendig. Aber das Kreuz bleibt schließlich immer noch ein Folterinstrument. Das
meinst Du doch nicht wirklich so, oder?

B: Doch, doch, genauso meine ich das. Krippe ohne Kreuz ist Kitsch. Und gerade jetzt in den ersten Tagen des beginnenden neuen Jahres gilt es, die Dinge realistisch zu sehen und nicht kitschig zu verklären.

A: Und da meinst Du, wäre also der Leidende am Kreuz genau der Richtige für?

B: Ja, das meine ich! Ich meine, dass es uns Menschen heute gut tut, immer mal wieder genauer hinzukucken und nicht Vogelstraußpolitik zu betreiben. Es ist doch notwendig, das Leid um uns rum nicht komplett zu verdrängen. Denk mal: Kältetote, Hochwasser, Klimakatastrophe, Terrorangst und Sicherheitshysterie, Abschiebeknäste an den Grenzen Europas mit Bedingungen, die zum Himmel schreien! Und einen Zaun wollen wir in Griechenland jetzt auch wieder aufrichten... Das ist doch gruselig!

A: Und darum, meinst Du, sollen wir jetzt HIER im Gottesdienst mit diesen Themen kommen? Es reicht
doch, wenn wir das in den Nachrichten sehen. Hier
in den Gottesdienst kommen die Menschen doch,
um etwas Aufbauendes zu hören.

Geh mir weg mit dem Kreuz. Möglichst noch mit
einem, an dem ein toter Mann dran hängt und leidet...
und dann vielleicht auch noch: „für Deine Sünden gestorben“... da setzt es bei mir ganz aus. ... das macht einem doch nur noch mehr schlechtes Ge-
wissen oder blödes Gefühl als dass es einem hilft.
Ich will nicht, dass jemand „für meine Sünden
stirbt“! Und das dann auch noch in jeder Kirche
sehen.

B: Ich kann ja verstehen, dass Du Deine Ruhe
haben willst und Dich meine Art und Weise, das
Kreuz zur Krippe zu stellen, stört. Aber so meine
ich das auch nicht. Da ist kein wütender Gott, der
wieder zufrieden gestellt werden muss und sich
durch das Opfer seines eigenen Sohnes besänftigen lässt! Und trotzdem macht dieser Tod am Kreuz etwas ganz deutlich: dieser Jesus geht mit bis ganz, ganz unten. Also da, wo gar nichts mehr zu gehen scheint, da ist er zur Stelle. Dieser Jesus, er wehrt sich nicht dagegen, ganz unten bei den Menschen zu sein. Er sagt zwar, als er sich in den Garten Gethsemane zurückzieht und verzweifelt ist: „Mein Vater, ist´s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber!“ Und damit meint er den gewaltsamen Tod. Doch dann sagt er weiter: „Nicht wie ich will, sondern wie Du willst!“

A: Ja das ist ja noch schlimmer, jetzt soll ich glauben, dass Gott diesen Tod von Jesus will und er sich brav fügt ... damit meine Sünden vergeben sind...

B: Moment mal, das geht jetzt aber zu schnell. Wer sagt hier, dass das Gottes Plan sei? Gott als Puppenspieler und wir seine Marionetten? Jesus ist Opfer menschlicher Gewalt geworden Es gab ein Urteil der römischen Gerichtsbarkeit und die Zustimmung der Gegner im Volk.

Und doch ist Jesus seinen Weg auch ganz bewusst bis zum Äußersten gegangen. Er wollte damit den endlosen Kreislauf von Gewalt und Rache durchbrechen. Ohne Gewalt, allein durch die Liebe, die auch durch das Kreuz nicht gebrochen werden konnte. Jesus zeigt also seine Zusage und Hingabe zu uns Menschen auf diese Weise, so wie Gott es uns versprochen hat.

Aber ok, wenn Du mit dem Jesus am Kreuz nur Ungerechtigkeit, Gewalt und Leid verbindest, dann lass Dich doch von den Farben und Hoffnungsgeschichten berühren, die auf dieses Kreuz geschlagen sind: die Bilder der Auferweckung. Sie erinnern an Gottes Zusage, dass das Leid nicht das letzte Wort hat und die Tränen verwandelt werden in Freude.

A: Also gut, versuchen wir den großen Bogen: es gibt eben kein Weihnachten ohne Ostern und noch kein Paradies auf Erden. Dieser Jesus rettet auch dadurch, dass er ganz unten ist. Da ist er ja: in der erbärmlichen Krippe im Stall und am harten Kreuz.

                                Idee & Text: Dorothee Schaper, überarbeitet von Claudia Malzahn

 

Mit Blick auf das Kreuz erzählt einer von eigenen bitteren Erfahrungen, der Sehnsucht nach Vergebung und von Hoffnung.

KLAGE

Der Advent ist nicht der Advent ohne den Hinweis auf das Kreuz, den Tod von Jesus und seine Auferstehung.

Das war die Botschaft der ersten Weihnacht: Gottes Gnade ist größer als unsere Sünde. Diese Frage wurde am Kreuz beantwortet. Das Kreuz wurde zum Symbol des christlichen Glaubens, der Leiden Jesu - aber leider auch der Leiden derer, die geschändet, gefoltert und gedemütigt werden unter dem Deckmantel des Kreuzes.

Gerade in diesem fast vergangenen Jahr wurden wir durch die Medien überschwemmt von Vorfällen aus christlichen Institutionen, wobei hohe Würdenträger unter dem Deckmantel des Kreuzes Kinder und Jugendliche misshandelt haben. Dort kam es vor, dass wegen Ungehorsams ein Kind nachts stundenlang kniend auf dem kalten Flur unter dem Kreuz das „Vater unser“ beten musste, um nur das Geringste der Übel zu zitieren.

Menschen nutzen die Macht des Kreuzes von jeher für ihre eigenen Zwecke. Vielleicht gibt es Hoffnung für die Hoffnungslosen und Vergebung für alle, die unter der Not ihres Gewissens Leiden.

Auch im Advent 2010 haben wir das Kreuz, trotz Pessimismus und Zynismus, trotz der Schlagzeilen über Aufstände, Demonstrationen und Kriege. Es will unsere Verzweiflung besiegen, uns unsere Schuld vergeben, unsere Einsamkeit wegnehmen und Hoffnung geben.

Die Gemeinde singt: Herr, erbarme dich…

 

GLORIA

Ich trage eine Kette mit einem kleinen silber-
farbenen Kreuz, was mit Steinen besetzt ist.
Dieses habe ich zu meiner Kommunion bekommen, seitdem trage ich es, auch ohne es einmal abgenommen zu haben.
Für mich hat dieses kleine Kreuz mehrere Bedeutungen:
Es steht für mich und meine Familie - so habe ich
ein Schutzgefühl.
Und weil es so glänzt und strahlt, spricht es mich positiv an. So springt das Strahlende auf mich
über und stärkt mich.
Meinen Glauben drücke ich auch aus mit diesem Kreuz. Es gefällt mir und es wird mich auch weiter-
hin auf meinen Wegen begleiten.

                                                                                          "Zusammenhalt"

Christus spricht: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an das Ende der Welt.

Die Gemeinde singt: Ehre sei Gott in der Höhe…

 

Einer der Teilnehmer beim Projekt ist Muslim, er hat das Holzkreuz in der Werkstatt der JVA gebaut. Seine Beweggründe, in der Gottesdienstgruppe der Ev. Seelsorge mitzumachen, sind vielschichtig: Neugierde, Respekt, Aussicht auf Aktivitäten und Austausch im ansonsten sehr gleichförmigen Alltag der JVA...
Von ihm stammt folgender Text:
 

TEXTLESUNG

Ich als Muslim empfinde keine Bedeutung für das Kreuz. Aber wir Muslime respektieren die Religion der Christen.
Wir kennen die Geschichte des Verrats an Jesus und denken, dass Jesus nicht gestorben ist. Denn in dieser Zeit tauschte Gott das Gesicht Jesu mit dem Gesicht des Verräters. Das bedeutet, dass eigentlich der Verräter Judas gekreuzigt wurde.
Vor der Kreuzigung holte Gott Jesus zu sich, wird ihn aber am Tag des jüngsten Gerichtes wieder zurück schicken, um die Menschheit zu retten.

 

LESUNG: 1. KORINTHER 1,18 - 25

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft. Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.«

Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten?
Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.

Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.

 

PREDIGT VON CLAUDIA MALZAHN

„Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden. Uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft.“

Dieser Satz ist aus einem Brief von Paulus an seine Leute in der griechischen Hafenstadt Korinth. Offensichtlich war das Kreuz schon damals nichts Selbstverständliches. Die Einen verspotteten Jesus am Kreuz – die Anderen bekamen Kraft aus ihrem Glauben an den gekreuzigten und auferweckten Jesus.

Wir haben in diesem Gottesdienst schon unterschiedliche Erfahrungen mit dem Kreuz gehört:

das Kreuz kann missbraucht werden als Machtinstrument
das Kreuz kann Schutz bieten
das Kreuz kann als so grausam betrachtet werden, dass es nur so zu deuten ist, dass der Verräter Judas statt des Propheten Jesus daran genagelt wurde,
das Kreuz kann zu einem besonderen Lebenszeichen werden: alle bunten Bilder zeigen, wie das Leben nach dem Leiden, durch das Leiden hindurch weiter gehen soll.


Das Kreuz in der Adventszeit zu bedenken ist eine alte, verschüttete Tradition. Es gibt sie noch, Menschen, die in der Adventszeit fasten, die sich Zeit nehmen zum Beten besonderes im Advent, es ist die Zeit der Adventslieder, die von Friedenssehnsucht und Freude singen. Es gibt besondere Musik im Advent und in der Weihnachtszeit.

Mit unserem Projekt „Das Kreuz im Advent“ haben wir Anfang Dezember 2010 an diesen nachdenkliche Tradition im Advent angeknüpft. Wir, das waren unsere ev. Kirchengruppe im Gefängnis mit Pfr. Bethkowsky-Spinner und mir, dazu kamen Pfrin. Uta Walger und Pfrin. Dorothee Schaper von der Melanchthonakademie.

Wir haben gehört, geschaut, diskutiert, gemalt und gehämmert. So entstand unter anderem dies Kreuz, was wir in den Adventswochen im Gefängnis in den Gottesdiensten anschaulich nutzen konnten. Durch diese Aktion lenkten wir unser Augenmerk weg von dem, was für Viele die Hauptsache in den Tagen vor Weihnachten ist: Einkaufen und Geschenke, Glühwein und gutes Essen und die Zusammenkünfte der Familien. Auch wer nicht an diesem Konsumerleben und an gelebter Familientradition teil hat, träumt ja davon.

Adventszeit ist Sehnsuchtszeit. Und so erklärt
sich mir ein weiterer Aspekt dieser dunklen
Jahreszeit: die Empfindlichkeit für Leid ist größer
als sonst. Es wird mehr gespendet als im Jahresdurchschnitt, Menschen wünschen sich Harmonie dringender als sonst. Deswegen ist die
Zeit zwischen November und Anfang Januar im Gefängnis auch extrahart.

Jede und jeder hat Sehnsucht nach Liebe, Nähe, Wärme – gerade in dieser Zeit. In unseren Gottesdiensten im Gefängnis sagen wir uns das gegenseitig: Auch diese harte Zeit geht vorüber!
Und in dieser harten Zeit können wir mit Gott
rechnen. Jesus ist mitten in harten Zeiten ein zuverlässiger Wegbegleiter. Unsere Gottesdienste
in den Adventswochen, zu Weihnachten und zum                "Silvester in der JVA"
Jahreswechsel zeigen etwas von Gottes Gegenwart
auch und gerade hier.

2010 hatten wir ein wunderbar witziges Weihnachtstück, das intensive Probenarbeit belohnte. Zwei Chöre hatten sich an Adventswochenenden zu uns aufgemacht, u.a. der Chor „Pitch the key“, der ja in Ihren Gemeinderäumen probt. Vielfältig sagen und hören wir die Botschaft: Jede und jeder ist im Gefängnis aktuell allein. Und wir sind doch Teil einer großen Menschenfamilie.

Die Wünsche und Sehnsüchte im Advent sind gewaltig, auch im Knast. Und wir leben mit diesen Sehnsüchten Tag für Tag, bis es wieder heller wird, bis die Blätter wieder sprießen. Sehen wir noch mal auf das Kreuz: vom Foltertod bis zum neuen Leben – alles ist darin zu erkennen.

„Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden. Uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft.“

Das Kreuz versteht sich nicht von selber. Wenn wir es nicht an vielen Orten einfach gewohnt wären, würde es uns genauso irritieren wie es in früheren Zeiten erschreckte.

Im den letzten Jahren gab es zwei Diskussionsstränge, die genau dies befragten, was Frau Walger und ich in unserem kleinen Dialog am Anfang besprachen: Was bedeutet das Kreuz, dies Zeichen, an das wir in den Kirchen so gewohnt sind?

Die eine Diskussion entzündete sich, als in seinen Morgenandachten der ehemalige Bonner Superintendent Burkhard Müller das öffentlich auf den Punkt brachte, was nicht nur aber gewiss seit Auschwitz in Variationen immer in der Theologie diskutiert wird: Was ist das eigentlich für ein Gott, der solche Opfer nicht verhindert? Glauben wir wirklich an einen Gott, der Sühneopfer fordert? Oder ist das Sühneopfer eine Weise, Gott zu denken, die heute nicht mehr trägt und mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet? Dann bedeutet das Geheimnis vom Tod Jesu am Kreuz mehr das Aushalten des Unverständlichen, das Mitgehen auch in den schwierigsten Stunden, die Hoffnung auf die Auferweckung als ein neues Leben, das durch das Leiden hindurch im Blick bleiben kann.

Die andere Diskussion entstand als in Düsseldorf ein Neubau der Gerichtsgebäude anstand. Sollten in den neuen Gerichtsräumen Kruzifixe hängen oder nicht? Schnell standen die Positionen gegeneinander: Ein Kreuz im Gerichtssaal steht dafür, dass alle sich darunter beugen. Es sei ein wichtiges Zeichen einer christlich geprägten Gesellschaft – auch im säkularen Gericht. Die Anderen zeigen auf: Es ist kein selbst erklärendes, neutrales Symbol, das Kreuz. Es gibt eine Jahrhunderte alte Verquickung von weltlicher Macht und geistlicher Macht, und wenn ein Kruzifix im Gerichtssaal hängt, ist diese Verquickung gleich mit im Raum. Betritt die Richterin den Gerichtssaal, erheben sich die Anwesenden wie beim Einzug des Priesters in der Kirche. Um Missverständnissen vorzubeugen ist es not-wendig, die Trennung von Staat und Religion deutlich zu machen und keine religiösen Symbole im Gerichtssaal zu platzieren. Nichts spräche gegen einen multireligiösen Andachtsraum bei Gericht wie es ihn auf Flughäfen oder im Polizeipräsidium gibt. Aber die Räume, in denen staatliches Recht gesprochen wird, müssen frei sein von religiösen Zeichen!

„Das Wort vom Kreuz ist eine Dummheit denen, die verloren werden. Uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft.“
Wir sind inzwischen in der Zeit angekommen, in der die Tage langsam langsam wieder heller werden. Aktuell ist der Schnee geschmolzen und Viele beobachten den Anstieg des Rhein- Hochwassers. Schnell wechseln die Zeiten und die Stimmungen. Das Kreuz steht auch für den krassen Wechsel von Leid und Tod und von Überwindung und Auferweckung. Das Kreuz bleibt geheimnisvoll. Und unser Nachdenken über das Kreuz kann lebendig halten, das Hinsehen schulen, das Durchhalten stützen, das Not lindern fördern, wach und offen in jeden neuen Tag zu gehen. Das ist Gotteskraft, die im Alltag lebendig wird!

Und der Friede Gottes, der menschliches Denken und Planen übersteigt, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.
AMEN.