Ökumenische Begegnungsstätte Café Bickolo e.V.
Ein freundlicher Treffpunkt im Westend
Hier finden Sie nette Menschen,
ein gutes Frühstück, regelmäßig günstigen Mittagstisch, Beratung und
Hilfe in einem kleinen Cafe am
Clemens-Hastrich-Platz mitten
im Stadtteil.
Schauen Sie rein,
wir freuen uns!
Öffnungszeiten
- Frühstück
Mo, Di + Do, Fr 9-12 Uhr - Mittagessen
Di, Do + Fr 12-14 Uhr - Kaffee und Kuchen
1. Sonntag im Monat 15-19 Uhr - Türkischer Tee und Snacks
Di + Fr 17 - 19 Uhr
(Am ersten Sonntag im Monat gibt es Kaffee und Kuchen, regelmäßig Ausflüge und gemeinsame Aktionen für Familien - siehe Aushänge im Cafe)
Adresse
Clemens-Hastrich-Str. 11
50827 Köln
Tel: 0221 / 595 26 25
Regelmäßige Angebote
- Kleiderkammer
Di 17-19h, Do 9-12h - Seniorenclub
Do 14 - 16h - Kindergruppe
Do 16.30- 18h - Schülernachhilfe
Mi 14.30 - 16 Uhr (ab 4. Klasse)
Fr 14.30 - 16 Uhr
Soziale Beratung
Tom Heitkämper (Sozial- und Erziehungsberatung): freitags von 10.00 - 13.00 Uhr, weitere Termine nach telefonischer Vereinbarung
Gudrun Alles (Leiterin des Cafes) steht regelmäßig dienstags von 10.00 - 15.00 Uhr und donnerstags von 10.00 - 15.00 Uhr vor Ort und telefonisch zur Verfügung
Projekt: Starke Familien - starker Stadtteil
Dieses Projekt wir von der RheinEnergie-Stiftung gefördert, nähere Infos gibt es hier.
Gudrun Alles, Leiterin des Bickolo
Seit Anfang 2009 ist Gudrun Alles Leiterin des Cafe Bickolo.
Homepage
Das Cafe hat auch eine eigene Seite im Internet, schauen Sie mal rein unter www.bickolo.de
Das ABC des BICKOLO
B wie Begegnung
Täglich begegnen sich Menschen aus dem Viertel Westend bei uns im Café Bickolo. Altbekannte und fremde Menschen nutzen das gastronomische Angebot wie z.B. Frühstück oder Mittagessen, treffen Nachbarn, suchen und finden soziale Kontakte oder besuchen unsere Kleiderkammer. Unsere solidarischen Preise ermöglichen vor allem Menschen mit geringem Einkommen das Angebot des Cafés zu nutzen. Besondere Aktionen oder Veranstaltungen sprechen unterschiedliche Menschen an und regen zu Austausch, Kommunikation und Auseinandersetzung zu bestimmten Themen an.
I wie Information
Das Café Bickolo ist im Viertel ein kleines Informationszentrum. Hier bündeln sich Infos zu Angeboten, Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten meist sozialer oder kirchlicher Veranstalter, aber auch private Angebote, Gesuche und Tauschbörsen. Wer nicht weiter weiß kommt im Bickolo fragen, besonders bei bürokratischen Fragen. Drei Computer im Café sorgen für weltweite Infos und Kommunikation, die Internetnutzung ist kostenlos.
C wie Christlich
Die Trägerschaft des Bickolo besteht aus dem ökumenischen Verein Cafe Bickolo e.V. Der Vorstand hat je zwei Mitglieder aus der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde. Die Arbeit des Cafes und des Trägervereins basiert auf einem christlichen Menschenbild, es werden regelmäßig christliche Feste und Feiertage gefeiert. Vor Ort im Cafe wird ein gutes Verhältnis und ein reger Austausch mit muslimischen und andersgläubigen Mitbürgern im Viertel gepflegt.
K wie Kooperation und Vernetzung
Wir kooperieren mit vielen Einrichtungen und Partnern in Köln Ehrenfeld und auch darüber hinaus. Wir beteiligen uns aktiv an der Arbeit im Viertel Westend und in seinem Arbeitskreis. Nur gemeinsam können wir unsere Angebote im Viertel optimieren und sinnvoll ergänzen.
O wie Offen
Das Café zeichnet sich durch seinen sozialen Charakter und seine Offenheit aus. Jede/r ist willkommen, und niemand soll auf Grund von Herkunft, Religion, Behinderung, Alter o.ä. ausgeschlossen werden. Jeder und jede erhält die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu beteiligen und die Arbeit des Cafés aktiv mitzugestalten.
Die soziale Beratung und die Gruppenangebote sind für alle zugänglich. Der soziale Zusammenhalt innerhalb des festen Besucherkerns bietet auch Fremden die Möglichkeit, sich in ein aktives sozialen Netzwerks zu integrieren.
L wie Lage
Das Café ist in der Clemens–Hastrich-Str. 11 in Köln Bickendorf-Westend, welches am Stadtrand im Kölner Nordwesten liegt. Das Westend gilt als sogenannter sozialer Brennpunkt. Im Viertel leben viele Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sowie von wirtschaftlicher und sozialer Armut bedroht sind. Es gibt einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund. Unseriöse Medienberichte tragen zur Stigmatisierung des Viertels und seiner Bewohner/innen bei. Mit unserer gemeinwesenorientierten Arbeit begleiten und fördern wir die Initiative Einzelner und von Gruppen. Durch gemeinsam gestaltete Feste und Aktionen, begleitet durch gute Öffentlichkeitsarbeit, fördern wir ein friedliches Zusammenleben und die Aufwertung des Viertels.
O wie Optimistisch
Trotz der oft schwierigen Lebenssituation vieler Besucher und Besucherinnen ist es unser Ziel, im Café optimistisch zu bleiben und einen Schonraum zu geben, wo Alltagsproblem mal vergessen werden können. Durch professionelle Sozialarbeit und Beratung, Zusammenhalt und gemeinsames Handeln versuchen wir Probleme zu lösen, Selbständigkeit zu fördern und präventiv zu arbeiten.
Text: Anne Walkenbach
Geschichte
Anfang der 90er Jahre plante die Wohnungsbaugesellschaft GAG, Sozialwohnungen für ca 1500 weitere Bewohner im Westend zu bauen. Dies war der Impuls für die evangelische Kirchengemeinde Bickendorf, als Gemeinde vor Ort präsent zu sein.
Im Herbst 1993 wurde der Pastor im Sonderdienst Stefan Schmidtlein von der Gemeinde für dieses Projekt eingestellt. Er gründete mit einer Gruppe Ehrenamtlicher das ökumenische Kirchencafé Bickolo, das im Spätsommer 1994 die ersten Gäste in einem Ladenlokal des nun fertig gestellten neuen Wohnabschnittes willkommen hieß.
Ziel war es, eine Begegnungsstätte zu schaffen, die Raum bietet für Nachbarschaftshilfe, Gemeinwesenarbeit, Beratung, kulturelle und spirituelle Angebote oder einfach für eine günstige, leckere Tasse Kaffee mit netten Menschen.

Photo:
Uta Walger und Torsten Sommerfeld vor dem Cafe im Sommer 1999
Nach dem Ausscheiden von Stefan Schmidtlein wurde das Cafe gemeinsam von Pfarrerin Uta Walger und Pastor Torsten Sommerfeld geleitet. Dann übernahm Pastorin Reinhild Widdig diese Aufgabe, bis 2005 die finanzielle Situation der Landeskirche es nicht mehr erlaubte, eine Pfarrstelle für das Cafe zu finanzieren. Seitdem wird das Cafe von einer hauptamtlichen Fachkraft (Soz. Päd.) mit 10 Stunden pro Woche geleitet, die pastorale Begleitung erfolgt aus dem benachbarten Stadtteil.
In den 17 Jahren seines Bestehens haben eine große Zahl von Menschen ihren bezahlten oder unbezahlten Dienst hier geleistet: Zivildienstleistende, jungen Menschen mit Sozialstunden, ABM Mitarbeiter/innen, Ein-Euro-Kräfte, Praktikant/innen, nicht zu vergessen Hannelore Wäser, die für die Sauberkeit sorgt und immer eine große Zahl Ehrenamtliche.
Im Laufe der Jahre hat es viele Impulse und Aktivitäten gegeben. Besonders beliebt waren die Länderabende, an denen Gäste ihr Heimatland mit Geschichten, Bildern und leckerem Essen vorstellten. Auch die Feste für Alt und Jung auf dem Platz vor dem Bickolo zogen und ziehen viele Menschen an. In der Osternacht nach dem Gottesdienst im Bickolo mit Fackeln durch das Viertel ziehen, an Erntedank etwas mitbringen, zusammen kochen, beten und dann gemeinsam essen. Christen, Muslime und Menschen guten Willens kommen zusammen, erleben etwas miteinander und wachsen zusammen.
Seit dem 1.1.2008 ist das Cafe unabhängig und wird vom ökumenischen Trägerverein "Kirchencafe Bickolo e.V." getragen.
Text und Photos: Uta Walger