Leiterin der ev. KiTa in Bocklemünd beendet ihren Dienst
April 2010 Text und Photos: Uta Walger
Abschied von Christina Schlitzke
Am 18. April 2010 wurde Christina Schlitzke, Leiterin der ev. Kindertagesstätte Görlinger Zentrum, in einem Gottesdienst aus ihrem langjährigen Dienst verabschiedet.
Viele Menschen waren der Einladung gefolgt und zur Auferstehungskirche gekommen: Eltern und Kinder aus der Kita, viele inzwischen groß gewordene Schützlinge, Kolleginnen und Wegbegleiter/innen aus fast 20 Jahren Dienst. Die Kirche war voll, die Stimmung wehmütig, dankbar und herzlich.
Nach dem Gottesdienst waren alle zu einem Sektempfang in den Feierraum der Kirche eingeladen. Hier gab es auch Gelegenheit zu offiziellem Dank und persönlichen Worten.
Geleitet wurde der Gottesdienst von Pfarrerin Uta Walger, die Predigt können Sie hier nachlesen.
Zur Begrüßung:
Liebe Gemeinde!
Dieser zweite Sonntag nach Ostern ist der Sonntag Misericordias Domini – die Barmherzigkeit des Herrn. Er wird auch als Hirtensonntag bezeichnet, weil er in den vorgeschlagenen Lesungen vom Motiv des „guten Hirten“ geprägt ist.
Und das ist aus einem eigenen Grund genau unser Thema an diesem Sonntag, denn wir verabschieden heute eine unserer Hirtinnen aus ihrem Dienst:
Christina Schlitzke, Leiterin und langjährige Mitarbeiterin unserer Kindertagesstätte.
Herzlich willkommen, liebe Christina und ein herzliches Willkommen an Deine Lieben und alle, die gekommen sind. Kinder und Eltern, Mitarbeiterinnen aus der KiTa, Gemeinde, Presbyterium, Ehemalige, Weggefährten/innen.
Wir wollen Dich, liebe Christina, heute segnen für den Weg, der vor Dir liegt, und wir wollen Gott danken für alles, was er durch Dich gewirkt hat. Gesegnet und gestärkt sollst Du im Anschluss an den Gottesdienst unsere guten Wünsche entgegen nehmen.
Zum Glück verabschieden wir uns nur dienstlich von Dir, Du bleibst uns ja als Gemeindeglied, Nachbarin und Freundin verbunden.
Und so lasst uns feiern an diesem Sonntag, traurig über den Abschied, aber auch dankbar und hoffnungsvoll. Gott begleite uns auf allen unseren Wegen als unser guter Hirte, der uns nie verlässt.
Psalm 23
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Foto: Astrid Ohletz
Kyrie (aus Iona)
Du Gott der Barmherzigkeit, vergib uns die Dinge, die wir getan haben und bedauern.
Vergib uns auch die Dinge, die wir unterlassen haben und die wir bedauern,
Alle Zeiten, in denen unser Handeln nicht von Liebe bestimmt war, vergib uns.
Alle Zeiten, in denen wir reagiert haben ohne nachzudenken, vergib uns.
Alle Zeiten, in denen wir unsere Sorge und Fürsorge verkümmern ließen, vergib uns.
Alle Zeiten, in denen wir nicht vergeben wollten oder es nicht konnten, vergib uns.
Verletzende Worte, die wir gesagt, und hilfreiche Worte, die wir unterlassen haben, unvollendete Aufgaben, unerfüllte Hoffnungen, Gott aller Zeiten, du guter Hirte, vergib uns. Hilf uns, niederzulegen die Lasten unseres Versagens. Gott, erbarme dich unser.
Gnadenvers
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen das ewige Leben.
Ehre sei Gott in der Höhe - und Frieden auf Erden!
Kollektengebet
Lieber Gott, du hast uns deinen Sohn gesandt: Jesus, den guten Hirten, der uns sammelt, der uns den Weg weist, der uns schützt in Gefahr.
Wir bitten dich: Gib uns deinen Geist, damit wir die Stimme des Hirten erkennen und ihm folgen auf dem Weg ins ewige Leben. Amen
Lesung aus dem 1. Petrusbrief (die Predigt zu dieser Lesung finden Sie hier)
Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen.
Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.
Halleluja - Gott hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide – Halleluja
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Gott spricht:
Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.
Liebe Christina,
in diesem Gottesdienst verabschieden wir Dich aus deinem Dienst als Leiterin der Kindertagesstätte dieser Gemeinde.
Wir danken Gott für deinen Dienst, für den Einsatz deiner Gaben und Kräfte.
Du hast viele Jahre bei uns in der KiTa gearbeitet – die letzten drei Jahre als Leiterin der Einrichtung.
Du hast Deine Arbeit gut gemacht, das kann man sehen – so viele kleine und große Menschen, die Du ein Stück ihres Weges ins Erwachsenwerden begleitet hast, so viele Eltern, denen Du eine verlässliche Ansprechpartnerin warst.
Ihnen allen, uns allen hast Du die christliche Botschaft auf ganz vielfältige Weise nahe gebracht: spielerisch, engagiert, liebevoll, klar, hilfsbereit – und immer parteiisch auf Seiten der Kinder, denn deren Wohlergehen lag und liegt Dir am Herzen.
Manchmal war der Erfolg Deiner Arbeit auf großer Bühne zu bewundern – die Musicals, die Du mit Deinem Kollegen Thomas Koch und den Kindern ausgedacht und einstudiert hast. Das war schon außergewöhnlich.
Erfolgreich aber auch Deine Arbeit im Kleinen und Verborgenen – deinen Schäfchen eine verlässliche Hirtin zu sein, für sie zu kämpfen, sie zu behüten und zusammen zu halten.
Du hast Dich engagiert für den Stadtteil und für die Menschen hier. Für die Gemeinde und für die KiTa warst Du wichtig und verlässlich, so wie wir Dir immer wichtig waren. Auch die schwierigen letzten Monate machen das nicht klein.
Du gehst nun und suchst andere Weiden. Für Deine Arbeit, Deine Liebe und Dein Engagement danken wir Gott und wünschen Dir für Deinen weiteren Weg seinen Segen.
Es segne und behüte Dich heute und alle Tage der barmherzige und allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der heilige Geist.
Pfarrer Torsten Sommerfeld, Vorsitzender des Presbyteriums, dankte Christina Schlitzke herzlich für Ihren Dienst und würdigte ihr großes Engagement für die Gemeinde.